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   8 Gründe für die   
   betriebliche Weiterbildung
   

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 Warum 
 betriebliche 
 Weiterbildung? 

Die Notwendigkeit der Weiterbildung leitet sich aus der Tatsache ab, daß die Qualifikation der Mitarbeiter die Qualität und Quantität der betrieblichen Leistung entscheidend mitbestimmt. Aufgabe der Weiterbildung ist es daher, durch zielorientierte, geplante und systematische Bildungsarbeit die erforderliche gegenwärtige und zukünftige Qualifikation der Mitarbeiter zu sichern.


 Grund 1: 
 Bewußtseinsbildung 
 und Auffrischung 
 
(Awareness Education) 

Alles, was wir jemals gelernt haben und täglich anwenden, wird zur Routine. Selten wissen wir nach einer gewissen Zeit noch, warum wir dies so oder so tun. Dadurch werden in unserem Verhalten Strukturen gebildet, die Gefahr laufen, wie die Furchen in einem Waldweg immer tiefer zu werden, je länger wir diesen Weg beschreiten. Daher ist es notwendig, uns immer wieder bewußt zu machen, wie wir unser Verhalten und unsere Arbeitsweise zeitgemäß und rationell gestalten können, um uns selbst zu überprüfen, zu verbessern und unser Wissen aufzufrischen.


 Grund 2: 
 Anpassung an 
 den Wandel 
 
(Change Adaptation) 

Die Verwendung neuester Technologien ist heute maßgeblich für die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens. Gezielte Weiterbildung ermöglicht die Anhebung der Mitarbeiterqualifikation auf den neuesten Stand, wobei zugleich mehrere Funktionen erfüllt werden. Einerseits werden den Mitarbeitern im Rahmen der Aus- und Weiterbildung Ängste oder die Ablehnung von Neuem genommen, andererseits erhalten sie dadurch die Sicherheit, mit dem Einsatz neuer Kenntnisse effizienter und besser arbeiten zu können. Zudem wird durch die praxisorientierte Wissensvermittlung eine rasche Umsetzung der neu erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten erreicht.


 Grund 3: 
 Wettbewerbsvorteil 
 durch Innovation 
 
(Competition Advantage) 

Der Erfolg hängt wesentlich davon ab, daß wir zentrale Probleme der Kunden sichtbar besser lösen können als unsere Mitbewerber. Das heißt, wir müssen im Verhältnis zu unserer Konkurrenz einen relativen Vorsprung herausarbeiten. Dabei sind die Mitarbeiter ganz unbestreitbar das wichtigste Instrumentarium. Mit dem Qualitätsstandard der Mitarbeiter verhält es sich allerdings wie mit dem Versuch, gegen den Strom zu schwimmen: Hört man auf zu schwimmen, treibt es einen zurück, oder man geht unter.
Jeden Tag verändert sich das Niveau unserer Fähigkeiten im Verhältnis zum Wettbewerb positiv oder negativ, und damit auch unsere Innovation und Motivation. So stellt sich für uns täglich eine ganz zentrale Frage: Was haben wir bzw. unsere Mitarbeiter heute getan, um das Niveau der fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten im Verhältnis zu dem unserer Konkurrenten anzuheben oder zumindest zu halten?


 Grund 4: 
 Erhöhung der 
 Kundenzufriedenheit 
 
(Customer Satisfaction) 

Zwei entscheidende Faktoren - die Kundentreue und die Qualität der Mitarbeiter - finden sich in keiner Bilanz und bestimmen trotzdem die Geschicke eines Unternehmens. Einwandfreie Produkte, wahre Dienste, die wirklich geleistet werden, und vor allem eine Betreuung, die uns stets bei unseren Kunden in Erinnerung hält, bestimmen im überwiegenden Maße den Grad der Kundenzufriedenheit.
Die Vermittlung dieser Fähigkeiten (durch Training) kann sowohl fachliche als auch soziale Kompetenzen betreffen. Dadurch werden die Mitarbeiter für ihren aktuellen Aufgabenbereich "fit" gemacht. Zudem können sie auf zukünftige neue Aufgabengebiete optimal vorbereitet und auch betreut werden (durch Coaching).


 Grund 5: 
 Optimierung der 
 Arbeitsabläufe 
 
(Workflow Optimization) 

Durch gezielte Weiterbildung der Mitarbeiter kann eine Optimierung der Arbeitsabläufe sowie eine damit verbundene Effizienzsteigerung erreicht werden. In diesem Zusammenhang ist es allerdings zuerst wichtig, das Optimierungspotential des Unternehmens richtig zu erkennen: Liegt es im Können (Kenntnisse), im Wollen (Motivation), in der Ausstattung der Arbeitsumgebung (technisches Umfeld) der Mitarbeiter oder in der Organisation (bürokratisches Umfeld) ?
Am besten können diese Faktoren in einer Bedarfserhebung festgestellt werden. Sobald mögliche Ansätze für eine Veränderung geklärt und die gewünschten Veränderungsziele konkretisiert sind, kann die Frage nach der Lösung gestellt werden.


 Grund 6: 
 Nutzung der 
 Fähigkeiten 
 
(Utilization Of Abilities) 

Um die bereits vorhandenen Kompetenzen und Stärken unserer Mitarbeiter ebenso wie deren Optimierungspotential zu erfassen, ist es sinnvoll, im Rahmen der Konzeption betrieblicher Weiterbildung eine Potentialanalyse durchzuführen. Damit können wir die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Mitarbeiter erkennen, besser nutzen und gezielter einsetzen.


 Grund 7: 
 Kapitalpflege und 
 Investitionsschutz 
 
(Investment Protection) 

Nur wer sich rechtzeitig und gezielt um die Erhaltung und Förderung des vorhandenen Mitarbeiter-Potentials kümmert, wird auf Dauer über den erforderlichen Stamm an qualifizierten Fach- und Führungskräften verfügen. Die Gewinnung von Nachwuchskräften aus eigenen Reihen, die Sicherung des notwendigen Bestandes an Fach- und Führungskräften und auch die Korrektur und das Verhinderung von Fehlleistungen und Fehlverhalten der Mitarbeiter sind primäre Ziele der Personalentwicklung. Als eines der möglichen Werkzeuge dafür versteht sich die betriebliche Weiterbildung.
Die Kosten-Nutzen-Antiformel "ein ausgebildeter Mitarbeiter verlangt auch mehr Gehalt" darf in der heutigen Arbeitswelt kein Thema mehr sein.


 Grund 8: 
 Mit gutem Beispiel 
 vorangehen 
 
(Exemplary Leadership) 

Alle können einen Beitrag zum Erfolg leisten und ein positives Bildungsklima fördern. Lernen ist daher genauso Leistung und sollte Anerkennung finden. Die Einstellung an der Spitze eines Unternehmens prägt die Haltung der Mitarbeiter.
Zwischen der Qualifikation unserer Mitarbeiter und deren Motivation, Engagement, Leistung und Erfolg besteht unmittelbar ein enger Zusammenhang. Eine lernfähige Mannschaft - vom Chef bis zum Portier - trägt zum besseren Betriebsklima bei, verstärkt damit das Engagement und die Motivation, verbessert das Leistungs- und Sozialverhalten, verringert Fluktuation und Fehlzeiten und steigert gleichzeitig die innerbetriebliche Kommunikation und Kooperation.


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